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Tenor Badness Quintett auf Erfolgswelle (01/19) Allgemeine Zeitung – Bingen

Tenor Badness Quintett auf Erfolgswelle (01/19) Allgemeine Zeitung – Bingen

Tenor Badness Quintett auf Erfolgswelle

Von Sören Heim

Gruppe mit Wurzeln in Münster-Sarmsheim ist auf Deutschlands Jazzbühnen ein gern gesehener Gast.

Auch optisch machen die Musiker des Tenor Badness Quintetts einiges her. Die Herren tragen bei Auftritten den gepflegten Anzug, die Dame ein Abendkleid.

 

BINGEN – Mittlerweile haben sie in Jazzklubs in halb Deutschland gespielt und mit „Music For The People“ auch ein erstes Album produziert. Das Tenor Badness Quintett ist eine musikalische Erfolgsgeschichte, die die Musiker so wohl selbst nicht erwartet haben. Vor einigen Jahren noch gaben sie zu Protokoll, die Musik in erster Linie als Hobby zu betreiben. Mittlerweile gehören sie zu den jungen Jazzformationen, die man auf dem Schirm haben muss. Auch im renommierten Jazzkeller in Frankfurt, der als Schmelztiegel des Jazz in Deutschland in seiner über 60-jährigen Geschichte die Größen des europäischen und des amerikanischen Jazz zusammenbrachte, wo schon Musiker wie Bill Ramsey und Dizzy Gillespie auf der Bühne standen, war das Tenor Badness Quintett bereits zu Gast.
Und das Tenor Badness Quintett ist unter anderem ein Münster-Sarmsheimer Gewächs. Aus dem Dorf an der Nahe kommt Saxofonist Axel Schmitt, der gemeinsam mit dem in Bad Kreuznach lebenden Johannes Lind im Mittelpunkt des Quintetts steht. Julia Baldauf und Wilfried Sarajski (Piano), Rudolf Stenzinger (Kontrabass) und Bastian Roßmann (Schlagzeug) komplettieren das Ensemble. Schmitt machte auch musikalisch eine Laufbahn durch, die für Münster-Sarmsheim mit seinem aktiven Musikverein geradezu typisch ist: musikalische Früherziehung, Unterricht im Musikverein und Saxofonist in der Rhein Nahe Bigband. Dann das Musikstudium in Mainz, wo Schmitt seine heutigen Mitmusiker kennenlernte.
Seit sieben Jahren stehen sie gemeinsam auf der Bühne
Seit mittlerweile sieben Jahren steht man gemeinsam auf der Bühne, machte sich einen Namen mit Improvisationen im Stil des Bebop und Hardbop, schließt an den New Yorker Jazz der 50er Jahre an und verleiht diversen Standards eine eigene Note. Und nicht nur an der musikalischen Handschrift erkennt man das Tenor Badness Quintett. Auch optisch ist es den Musikern wichtig, sich stets stilvoll zu präsentieren: Immer treten die Musiker im schwarzen Anzug beziehungsweise Abendkleid auf. „Das ist sozusagen unsere optische Hommage an unsere musikalischen Vorbilder wie Sonny Rollins“, so Schmitt.
Auch musikalisch wird die Verbindung schnell hörbar. Keine radikale Umwälzung, sondern eine behutsame Neuinterpretation der Tradition hat sich das Quintett auf die Fahne geschrieben. „Wir spielen sowohl in Clubs, die sich eigentlich auf Dixie spezialisiert haben, als auch in Clubs mit modernerem Schwerpunkt“, erzählt Schmitt weiter. Einerseits stehe man so gewissermaßen zwischen den Entwicklungen, die der zeitgenössische Jazz genommen habe, andererseits schlage man aber auch Brücken: „Wir machen die Erfahrung, dass unsere Musik zeitlos ist und bei ganz unterschiedlichen Hörern gut ankommt.“ Traditionell, das heißt natürlich nicht handzahm. Immer wieder hebt die Kritik die „Tenor Battles“ des Quintetts hervor, „Dialoge“ der improvisierenden Saxofonisten, die mal recht harmonisch nach dem Call-and-Response-Schema ausfallen, aber auch den Charakter eines Streitgesprächs annehmen können.
Die Jazzszene hat die Nachwuchsmusiker in jedem Fall positiv aufgenommen. In der Formation als Tenor Badness Quintett hat man sich auf zahlreichen Konzerten bewiesen. Als besonders positiv behält Saxofonist Schmitt den Auftritt auf der Buchener Jazz Night in Erinnerung. Und gemeinsam mit anderen Musikern stand Schmitt zudem zuletzt in Wien und Prag auf der Bühne.
Das Tenor Badness Quintett lebt nun größtenteils vom Musikmachen und Unterrichten und ist längst kein Musikschulprojekt mehr. Gelernt wird im Jazz sowieso ein Leben lang, und der Kontakt mit anderen Musikern ist dabei besonders wichtig. Deshalb habe er sich sehr gefreut, so Schmitt, zuletzt einige Zeit in New York verbracht zu haben und dort mit Harry Allen in Kontakt gekommen zu sein, bei dem er Unterricht genommen habe. Und mit Scott Hamilton hat Schmitt gleich noch bei einem weiteren Ausnahmesaxofonisten gelernt, der auch zum neuen Album der Gruppe lobende Worte fand.
Für die Zukunft wolle man weiter akribisch an der eigenen Musik arbeiten, möglichst viele Konzerte und Festivals spielen, und vielleicht auch – ein Traum, der die regionale Verwurzelung des Quintetts zeigt – endlich einmal bei Bingen swingt auf der Bühne stehen.
Axel Schmitt Quartett – Live in der Rotunde im Schloss Biebrich am 02.12.18

Axel Schmitt Quartett – Live in der Rotunde im Schloss Biebrich am 02.12.18

Foto: (c) Klaus-Jürgen Krah

Presseinformation

Mitreißender Swing, begeisternde Melodien und virtuose Solos

Einladung zum Jazzkonzert in der Rotunde des Biebricher Schlosses

Das Landesamt für Denkmalpflege Hessen lädt wieder zu einem seiner beliebten

Jazzkonzerte ein. Lassen Sie sich

am Sonntag, den 2. Dezember 2018

um 17:00 Uhr in der Rotunde

des Biebricher Schlosses,

Rheingaustraße 140, 65203 Wiesbaden

von zeitlosen Melodien des Golden Age of Jazz verzaubern. Inspiriert durch die legendären

Soundgiganten Lester Young, Stan Getz und Ben Webster verbindet sich der

Tenorsaxophonist Axel Schmitt schnell mit den Herzen seiner Zuhörer. Angetrieben von

seiner außergewöhnlichen Rhythmsection, erleben Sie abwechslungsreiche, intelligente

Musik, die gleichzeitig Kopf und Herz in Einklang bringt. Genießen Sie einen Bandsound,

der ordentlich in die Beine fährt und Ihnen gleichzeitig ein Lächeln ins Gesicht zaubert.

Freuen Sie sich auf einen Swing Abend mit Top Musikern der neuen Generation.

Neben zahlreichen Konzerten im Rhein-Main-Gebiet sind die Musiker des Axel Schmitt

Quartetts – Mathis Hölter (piano), Rudolf Stenzinger (bass), Bastian Roßmann (drums) und

Axel Schmitt (tenorsax) – auch europaweit gefragt. Saxophonlegende Scott Hamilton

schreibt über das kürzlich erschienene Live Album: „Axel Schmitt is a young tenor player

who likes playing songs and jazz standards. Beautiful sound and excellent interpretations.“

Weitere Informationen zu den Musikern finden Sie unter www.axelschmitt.net

Einlass ab 16:30 Uhr – wir bitten um eine Spende für die Musiker,

Mit den regelmäßig stattfindenden Konzerten in der Rotunde des Biebricher Schlosses

sollen die Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit erhalten, die Festräume der

Nassauischen Sommerresidenz kostenfrei zu genießen.

Wir freuen uns auf regen Zuspruch!